Aufbewahrungsfristen Kontoauszüge

Wie lang muss ich die Aufzüge aufbewahren?”, ist eine immer wieder gestellte Kundenfrage, die viele Bankangestellte im täglichen Leben zu beantworten haben.

Oft läuft es so ab, dass die Kontoauszüge auf klassischem Weg am Kontoauszugsdrucker ausgedruckt und mal kurz überflogen werden. Manche lassen sich die Kontoauszüge auch per Schließfach oder Post zustellen, wofür aber extra Gebühren anfallen können. Die moderne Variante der Kontoauszugszustellung ist das elektronische Postfach. Ein gesichertes Nachrichtenpostfach für Kunden, um wichtige Unterlagen der Bank (Kontoauszüge, Vertragsdurchschriften, Wertpapierberichte usw.) auf schnellstem und kostenlosen Weg zu erhalten.

Es gibt auch Verbraucher, die die Kontoauszüge gar nicht mehr genau anschauen, geschweige denn online öffnen. Dieser Gefahr laufen vor allem Onlinenutzern, da diese ja sekundenschnell die Umsätze der Konten anschauen und aktualisieren können. Für viele ist der richtige Kontoauszug dann gedanklich ganz weit entfernt, obwohl er doch so wichtig ist!

Wieso die Auszüge aufzubewahren sind

Der Kontoauszug dient mehreren Zwecken.

Einerseits der Überprüfung und dem eventuellen Einwand gegen eine oder mehrere Buchungen. Der Kontoauszug gilt als genehmigt, wenn innerhalb von meist vier bis sechs Wochen nach Kontoauszugszustellung keine Einwendungen gegen diesen erfolgt sind. Das kann aber von Bank zu Bank anders in deren Allgemeinen Geschäftsbedingungen oder in den Bestimmungen zu Ihrem Girokonto geregelt sein.

Andererseits dienen die Auszüge als Belege, um Gewährleistungs- oder Garantiefälle geltend zu machen. Wer etwas gekauft hat und während der Garantiezeit einen Mangel erkennt, muss den Kauf nachweisen. Hierzu kann auch die Kaufrechnung herangezogen werden, aber wer bewahrt diese – vor allem bei kleineren Teilen – immer auf? Um trotzdem einen Nachweis zu haben, eignet sich der Kontoauszug. So kann man sich gegen Mahnungen wehren, die eintreffen, obwohl die Ware schon längst bezahlt wurde.

Aufbewahrungsfrist für Kontoauszüge

Für Privatleute gibt es keine gesetzliche Aufbewahrungsfrist für Kontoauszüge.

Unbedingt ratsam ist aber die Aufbewahrungsdauer von 3 Jahren. Diese Frist stammt von der gesetzlichen Verjährungsfrist im privaten Bereich. In dieser Zeit können Sie Gewährleistungsansprüche belegen, auch wenn Sie eine Rechnung verlegt haben.

Eine Besonderheit gibt es bei Grundstücksangelegenheiten. Hier sind die Auszüge mindestens 5 Jahre zu behalten, bevor sie vernichtet werden können. Wenn Sie Ungereimtheiten an Haus oder Grundstück feststellen, muss ein Nachweis erbracht werden, um eine Klage einreichen zu können. Für Mieter sind Rechnungen von Handwerkern zwei Jahre lang aufzubewahren.

Steuerliche Zahlungen bedürfen einer Aufbewahrungsfrist von 5 Jahren, um Einwendungen geltend machen zu können. Für anderweitige Unterlagen gelten keine gesonderten Aufbewahrungszeiten.

Eine Besonderheit besteht für Vielverdiener: Wer Einkünfte über 500.000 Euro vorweisen kann, muss die Aufbewahrungsfrist der Auszüge von 6 Jahren einhalten. Die Fristen beginnen jeweils zum Ende des entsprechenden Kalenderjahres, also am 31.12.!

Die hier genannten Fristen gelten für Privatpersonen. Unternehmen und Selbstständige haben mit anderen Aufbewahrungsfristen zu rechnen. Maßgeblich sind die Bestimmungen der Abgabenordnung und des Handelsgesetzbuchs. Üblicherweise müssen Unternehmen ihre Kontoauszüge 10 Jahre lang aufbewahren.

Vorgehen bei Verlust der Kontoauszüge

Wer seine Auszüge verliert oder verlegt hat, kann sich diese von seiner Hausbank nachträglich erstellen lassen. Hierbei fallen aber oft hohe Gebühren an, die natürlich jeder gerne umgehen möchte. Deswegen ist das Aufbewahren der Kontoauszüge so bedeutsam.

Bankdokumente am besten aufbewahren

Die meisten Leute bewahren ihre Auszüge in Ordnern oder von dem Kreditinstitut vorgesehene Kontoauszugsmappen auf. Wenn Sie keine Lust auf den Papierkrieg haben, sollten Sie Ihre seine Auszüge online erstellen lassen. Dabei haben Sie kein ständiges Ablegen vorzunehmen. Normalerweise speichert das elektronische Postfach Ihres Online-Bankings die Kontoauszüge so lange der Vertrag mit dem Kreditinstitut besteht.

Nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist

Wenn die Aufbewahrungsfrist verstrichen ist, können die Bankbelege vernichtet werden. Wer einen Schredder hat, kann seine Kontoauszüge selber schreddern und danach in den Müll werfen. Andernfalls können die Auszüge auch einfach zur Bank gebracht werden. Diese haben Möglichkeiten, die Auszüge sicher zu vernichten. Da Banken mit sehr vielen sensiblen Daten arbeiten, nehmen sie meist eine Aktenvernichtung von zertifizierten Firmen in Anspruch. Diesen Service können Sie jedoch auch als Privatperson in Anspruch nehmen.

Bei der elektronischen Zustellung sollten die Dokumente richtig gelöscht werden. Dabei ist zu beachten, dass durch das einfache Löschen die Auszüge erst mal im Papierkorb landen und hier extra gelöscht werden müssen.

Wir bieten die Aktenvernichtung für Kontoauszüge für privat als auch für gewerblich an:

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